Alex und Alfred’s famose Hochzeitsfeier bei Lisa & Johnny

Wer zählt die Menschen, nennt die Namen, die hier gastlich zusammen kamen?

Alfred der Glückliche frisch vom Gardasee sieht mächtig gut aus
Bräutigam Alfred der Glückliche frisch vom Gardasee sieht mächtig gut aus
Und hier haben wir die Braut. Alex im reizenden, roten Spitzenkleid neben ihrer Freundin Jana
Und hier haben wir die Braut. Alex im reizendem, burgundfarbenem Spitzenkleid neben ihrer Freundin Jana

Alle hatten Spaß. Alle haben sich sehr gefreut. Alle fanden’s riesig. Die Band war der Hammer, wie sich schnell herausstellte eine Showband, die sich manch eine Hochzeitsgesellschaft gewünscht hätte, da diese oft steifer und auch weniger lustig ausfielen als Beerdigungen. Patrick der Sänger, ein Schulfreund meiner Freundin Petra und mir als wahrer Punk ästimiert, wusste geschickt Werbepausen zwischen den Stücken einzubringen in denen er sich als Fremdenführer vom Hasenbergl verkaufte: „Ich kenne alle Hotspots im Hasenbergl, da hinten bin ich aufgewachsen.”

Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits einige Hotspots aufgefunden gehabt, denn als ich aus der SpaceX U-Bahn Station ins Tageslicht empor rollte, verdunkelte sich der Himmel vom heranziehenden Unwetter. Herrlich passend dazu die Dramaturgie eines schwarzen Maserati der an mir vorbei glitt. Ich starte fassungslos auf den prächtigsten Rewe Glaspalast von ganz München als es zu donnern und blitzen begann. Bald kam ich auf der Aschenbrennerstraße an einer Trinkhalle vorbei mit Vordach und hohen Säulen. Die Männer in meinem Alter ware bereits betrunken und liessen die Köpfe hängen. Also weiter zur Paulickestraße als es zu schütten begann und plötzlich war es stockdunkel. Ich konnte mich mit meinem großen Hochzeitspaket unter das knappe Dach einer Bushaltestelle flüchten. Dort stand ich dann mit vier jungen Schwarzen, die diesen Rap Slang draufhatten und wie junge Türken in Shisha Bars redeten. Vier Buse später gesellten sich 2 junge Teenage Girls mit ihren weissen Begleitern zu mir. Die Jungs mussten drigend etwas mit der Karte eine Mädchens erledigen und so bat ich das hübsche Ding mir den Weg zur Grohmannstraße zu zeigen. Mit dem Handliche ging das aber sie konnte nichts finden. Die Burschen kamen völlig durchnäßt mit dem anderen Mädchen wieder. Nun verschwand nur ein Junge mit dem Mädchen und der Karte. Ich hörte wie das hübsche Ding ihren Begleiter bat mir zu helfen und der sprang auf und deutete mire den Weg. Ich drehte die Kiste mit dem Hochzeitsgeschenk in der grossen Lidltasche um und nahm das Packet mit der Öffnung nach unten, inter den Arm und folgte den Anweisungen des hilfreichen Boys.

Bald stand das Wasser bis zur Bordsteinkante und nachdem ich mir Wohnblock um Wohnblock in einer Rechtsschleife die Beine wundgelaufen hatte, erblickte ich hinter einem Zaun zwei Gestalten in einer von Licht erhellten Baubaracke, die aber keine war sondern ein Wohnort.

Petra hatte mir erzählt das nach dem Krieg hier Baracken aufgestellt wurden um missing persons und Kriegsversprengte aufzunehemen und das früher einer der wie Patrick von hier kam es schwer gehabt habe von den Münchnern aufgenommen zu werden. Der zweite Porsche Pandera schiebte sich langsam an mir vorüber durch die Wasserstraße. Dieser war fluoreszierend leuchtend grün. „Servus“ riefen mir die beiden Gestalten freundlich zu und ich fragte sie nach dem Weg, woraufhin sie mich zum Ausgangspunkt vor gut einer dreiviertel Stunde zurück lotsten, nur diesmal sollte ich die zweite Straße nach der Bushaltestelle rechts abbiegen. Es goß weniger als zuvor, der Regen machte mir nichts aus, es gefielt mir wie schon immer alleine unterwegs zu sein und die Orientierung zu verlieren.

Im Lokal angekommen ließ man mich wissen, der Abend sei für geladenen Gäste, es musste der ZigeunerJohnny gewesen sein, der mich dennoch passieren ließ und Stunden später schien er mich zu mögen.

Phantastischer Patrick Deyda mit Lisa nehme ich an
Phantastischer Patrick Deyda mit der schönen Lisa (nehme ich an)

Irgendwann konnte ich meinen Beatballaballa Pitch bei den beiden Condom Gitarristen anbringen und mich als Popper vorstellen. „Das sieht man.” Kam es von einem der beiden zurück. Peter Pichler spielt doch auch bei Eisner mit, oder war’s der Wufti, dämmerte es mir nach vier Hellen und zwei Weißbier. Drummer Willi war wie immer klar in seinen Ansichten. ich merkte mir „Abschaum” und „Hau ab ich kann Dich nicht mehr sehen”. Wobei letzteres im Original von ZSD ist und Reini’s Vorschlag für den München Sampler 2020 nachkäme, nämlich Lieder vom ersten München, Reifenwechsel leicht gemach Sampler für den neuen Sampler abzugeben.

Dave Davis von den Marionettes war da, die tätowierte Sekretärin, Charly Reuter… Quetschen-Conny setzte sich mit Brecht-Weiligem noch gut durch. Es endete in Que Sera, Sera und Ein Bett im Cornfeld und alle sangen mit und die Mädchen tanzten durch die Nacht,. Zuletzt (ich musste zur U-Bahn) viel mir die Braut noch in die Arme und ich bereute keinen Tanz mit ihr eingefordert zu haben und das ich das Essen verpasst hatte, das bereue ich noch immer und nehme das Elend der Reue mit in die Woche.

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